Ein Jahr ins gelobte Land! Hier erfahrt ihr mehr über mein Leben vor Ort.

Freitag, 14. Oktober 2011

der jüdische Wochenkasperl

Manchmal kommt es mir so vor als würde ich in zwei verschiedenen Welten leben.
Da ist auf der einen Seite die Woche in Hadassim, und auf der Anderen das Wochenende und der Schabbat.
Fleißige Israelis versinken am Schabbat 2 Tage in der Woche in kollektives Nichtstuen. Und wenn sie nichts tuen dann kann ihnen das auch keiner übelnehmen, denn wer schläft sündigt bekanntlich nicht.
Die letzten Wochen waren zusätzlich mit jüdischen Feiertagen durchsäht. Ob Jom Kippur oder das Laubhüttenfest Sukkot. Stehts wird es angenehm, gelassen angegangen.
Jom Kippur. Ein Tag ohne Autos, Fernsehen, Radio und Flugzeugen. Ein Land steht still und ist in Bewegung zu gleich. Der Tag an dem das Land auf der Straße lebt, denn gerade an diesem Tag gehört sie den Menschen. Sensible Achtung der Tradition im amerikanischen Traum vereint. Und so rechtfertigt sich auch auf ein jedes Mal erneut die Rückkehr des israelischen Wochenkasperl nach Ende des Schabbats. 
Wenn dann doch einmal die Sonne über Israel untergeht, sieht man diese huschenden Gestalten in der Dunkelheit, die neues Leben auf die Bürgersteige bringen. Ob man sich diesem Treiben anschließt bleibt einem dabei selbst überlassen.

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